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Die meisten Frauen kennen es:
Ständiges "Müssen", dabei aber nur kleine Mengen, brennendes Gefühl, oft trüber und stark riechender Harn: eine Blasenentzündung oder Cystitis.

Hauptursache sind Bakterien, die die Harnröhre nach oben wandern und in der Blase eine Entzündung hervorrufen. Durch die kürzere Harnröhre (4 cm vs. 20 cm) sind Frauen auch wesentlich häufiger betroffen als Männer.

Weitere Risikofaktoren sind ständige Erkältungen oder Unterkühlungen. Dies passiert leicht beim Motorrad fahren oder bei einem Schwimmbadbesuch. Stress und seelische Belastungen, die die körpereigenen Abwehrmechanismen beeinflussen können, spielen ebenso eine Rolle, wie Missbildungen der Harnröhre, Dauerkatheder, Schwangerschaften und Gebärmuttersenkungen. Risikofaktor für Männer kann eine vergrösserte Prostata sein.

Im Normalfall heilt eine Blasenentzündung schnell und ohne Folgen wieder ab, wenn sie richtig behandelt wird. Eine Nierenbeckenentzündung stellt eine mögliche und schwerwiegende Komplikation dar.

Leichte Blasenentzündungen können Sie unter Umständen gut selbst therapieren, allerdings sollten Sie in jedem Fall zum Arzt gehen, wenn:

- Sie länger als 3 Tage Beschwerden haben
- sehr starke Schmerzen auftreten
- häufige Rezidive (die Entzündungen kehren häufig wieder)
- bei Schwangerschaften oder
- wenn Sie Blut im Urin haben


Beugen Sie vor:

  • Trinken Sie täglich 2 - 3 Liter
  • Verzichten Sie auf übertriebene Intimhygiene! Diese vermindert die normale Scheidenflora und die Schleimhäute werden anfällig für Infektionen. Bakterien können so leichter die Harnröhre aufsteigen
  • Vor einem Schwimmbadbesuch viel trinken, um hinterher möglichst bald auf die Toilette zu müssen, damit mögliche Erreger schnell ausgeschwemmt werden
  • Auch nach dem Sex die Blase entleeren
  • Um Unterkühlungen zu vermeiden, nicht auf kalte Steine setzen oder ähnliches
  • Cranberry-Saft, zweimal täglich ein Glast mit 25 % Fruchtanteil, alternativ täglich 50 g getrocknete Cranberrys oder 2 Kapseln (in der Apotheke erhältlich) verhindern das Andocken der Bakterien an den Harnwegen
  • Aufrechterhalten der natürlichen Scheidenflora durch Substitution der natürlichen Bakterien

 

Unterstützung der Heilung:

  • Gönnen Sie sich Ruhe und wärmen Sie Ihren Unterleib, sowohl durch Sitzbäder als auch durch Wärmflaschen
  • Trinken Sie viel! Blasen- und Nierentees sorgen für eine gute Durchspülung der Harnwege. Sie enthalten Birkenblätter und Schachtelhalmkraut oder Brennesselblätter
  • Bärentraubenblätter wirken desinfizierend. Sie enthalten den Wirkstoff Arbutin, der Bakterien abtötet. Die Wirkung wird durch eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse verstärkt.
    Es stehen Tees aber auch Extrakte als Tabletten zur Verfügung.

    Vorsicht! Sie sollten maximal vier Tassen pro Tag trinken!

Zusätzlich können Schmerzmittel oder Spasmolytika (krampflösende Mittel) die Symptome lindern.


Sollten die Beschwerden länger als drei Tage andauern suchen Sie bitte unbedingt Ihren Arzt auf.

Für weitere Tipps, Hinweise und Medikamente kommen Sie doch einfach vorbei!


Ihr Team von der Mohren-Apotheke zu St. Lorenz



Blasenentzündungen (lat. Cystitis)

 


Die meisten Frauen kennen es: 
Ständiges "Müssen", dabei aber nur eine kleine Mengen, brennendes Gefühl, oft trüber und stark riechender Harn: eine Blasenentzündung oder Cystitis.
  

 

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