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Durchfall im Urlaub ist ein Problem, mit dem viele Reisende zu kämpfen haben. Ungewohnte Essgewohnheiten, Stresssituationen für den Körper wie Jetlag oder permanente Hitze oder ein ungewohnter Tagesrhythmus bringen unseren Magen-Darm-Trakt aus dem Gleichgewicht. Meist sind Durchfallerkrankungen jedoch infektionsbedingt, aufgrund schlechterer hygienischer Verhältnisse im Ausland. Arzneimittel gegen Diarrhö sollten deshalb in keiner Reiseapotheke fehlen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Durchfallerkrankungen im Urlaub vermeiden und behandeln können.
Besondern häufig sind Urlauber in Ländern mit niedrigem hygienischem Standard und meist in tropischen oder subtropischen Regionen betroffen. Backpacker oder Outdooraktivisten erwischt es dabei häufiger als Touristen, die sich die meiste Zeit im Hotel und am Strand aufhalten.
Wir haben hier ein paar kleine Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie Infektionen vermeiden können:
Für Lebensmittel lautet die Regel: Cook it, boil it, peel it or forget it!
Cook it! Nehmen Sie kein rohes Fleisch zu sich. In vielen südlichen Ländern können Kühlketten nicht eingehalten werden und die Erreger können sich wunderbar vermehren. Kochen, backen, braten und frittieren überleben die meisten Keime jedoch nicht. Verzichten Sie daher auf Lebensmittel wie Austern, Sushi, medium gebratenes Steak und rohe Eier wie zum Beispiel im Tiramisu oder Mayonnaise.
Boil it! Verzichten Sie auf Eiswürfel oder selbstgemachte Getränke. Das Leitungswasser im Ausland dieselbe Qualität wie in Deutschland. Auch wenn es die Einheimischen nicht krank macht, heißt das noch lange nicht, dass es für Sie unproblematisch ist. Putzen Sie deshalb die Zähne nur mit abgekochtem oder Mineralwasser. Auch wenn sie das Wasser nicht schlucken, gelangen dennoch Keime in den Magen-Darm-Trakt. Wasser, das Sie zum Kochen oder zur Mundhygiene verwenden, sollten Sie immer abkochen und mindestens 5 Minuten am Kochen halten. Hier überleben nur wenige Keime und sie sind meist auf der sicheren Seite. Sollte das Abkochen nicht möglich sein, stehen Ihnen Wasserentkeimungstabletten zur Verfügung, die Sie in der Apotheke erwerben können. Nach einer kurzen Einwirkzeit ist ein Großteil der Bakterien abgetötet, das Wasser ist genießbar und bleibt es auch. Auch Taschenfilter stehen zur Verfügung. Die Filterporen sind so fein, dass sie Bakterien nicht hindurch lassen.
Peel it! Essen Sie nur Obst und Gemüse, das sie selbst schälen können. Auch wenn Ihnen im Hotel geschältes Obst angeboten wird, lehnen Sie es lieber ab. Es kann nur so sauber sein, wie die Hände von demjenigen, der es zubereitet hat. Also lieber eine saftige Ananas oder eine Banana als ein paar leckere Weintrauben oder einen Pfirsich.
Forget it! Lassen Sie die Finger von Lebensmitteln von denen Sie nicht sicher wissen, dass sie ausreichend lange gekocht, richtig gekühlt und unter hygienischen Bedingungen zubereitet wurden. Lassen Sie sich von einer vermeintlich sauberen Hotelanlage nicht täuschen.
Doch was können Sie tun, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Infektion eingetreten ist?
Die weitläufige Meinung Durchfall sei ein Entgiftungsmechanismus des Körpers um die Keime loszuwerden, ist falsch. Es ist vielmehr die Reaktion auf bakterienproduzierte Giftstoffe (Toxine), die - stark vereinfacht gesagt - Darmzellen und körpereigene Enzyme irritieren.
Ein Durchfall sollte prinzipiell immer behandelt werden. Gerade bei der Hitze in südlichen Regionen ist der Wasserverlust besonder gefährlich. Sie trocknen buchstäblich aus. Daher heißt die oberste Regel Hitze meiden und viel, viel Trinken.
Es gibt spezielle Elektrolytlösungen, die in Wasser gelöst auch den Salzhaushalt wieder auf Vordermann bringen, damit Sie schnell wieder auf die Beine kommen.
Adsorbentien Medizinische Kohle, Kaolin oder hochdisperses Siliciumdioxid haben eine sehr große Oberfläche und binden Bakterien oder deren Stoffwechselprodukte (Enterotoxine). Zu Bedenken ist, dass sie auch die Aufnahme anderer Arzneimittel verhindern können.
Gerbstoffhaltige pflanzliche Zubereitungen Auch pflanzliche Wirkstoffe können Linderung bringen und unterstützend eingesetzt werden. Eichenrinde oder Tormentill Wurzelstock beispielsweise wirken adstringierend auf die Darmschleimhaut und verhindern so die Aufnahme von Toxinen in die Zelle und weitere Reizungen der Darmzellen.
Präparate aus Mikroorganismen Trockenhefe (Saccharomyces cerevisiae) bindet bestimmte Bakterien und bewirkt eine Wachstumshemmung anderer. Sie wird seit langem erfolgreich bei Durchfallerkrankungen eingesetzt. Auch ein Prophylaxebeginn vor Reiseantritt ist möglich. Kapseln mit lebenden Lactobakterien Kulturen können ebenfalls retten. Sie stabilisieren die geschädigte Darmflora und bauen diese wieder auf.
Synthetische Präparate Der Wirkstoff Loperamid hemmt die natürliche Darmbewegung (Peristaltik) und erleichtert so durch eine längere Verweildauer im Darm die Rückresorption von Wasser wieder in die Blutbahn. Der Stuhl wird so weniger dünnflüssig.
Wenn der flüssige Stuhlgang länger als zwei Tage anhält oder Blut im Stuhl zu finden ist, sollten Sie sich nicht scheuen einen Arzt aufzusuchen. Gerade Infektionen mit tropischen Erregern können lebensgefährlich werden. Gegen den Erreger der Cholera oder des Thyphus steht auch eine Impfung zur Verfügung.
Kommen Sie doch einfach bei uns vorbei. Wir beraten Sie gerne zum Thema Durchfallerkrankungen und helfen Ihnen die richtige Reiseapotheke zusammenzustellen. 
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Durchfall im Urlaub ist ein Problem, mit dem viele Reisende zu kämpfen haben. Ungewohnte Essgewohnheiten, Stresssituationen für den Körper wie Jetlag oder permanente Hitze oder ein ungewohnter Tagesrhythmus bringen unseren Magen-Darm-Trakt aus dem Gleichgewicht.
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